Langer Atem

Mit Aktien für das Alter vorsorgen? Fondssparpläne sind für unterschiedlichste Risikotypen eine beliebte Alternative zu Direktkäufen. Schon ab kleinen Beträgen lässt sich ein stattliches Vermögen für die eigene finanzielle Vorsorge aufbauen. Ein professioneller Finanzplan hilft, die eigene Mentalität vorab zu überprüfen und die passende Anlagestrategie zu finden.

11 KW 21

Börsenpleiten wie beim insolventen Finanzdienstleister Wirecard machen deutlich, wie wichtig eine fundierte Langfrist-Strategie mit Aktien ist. Eine Alternative zu gezielten Käufen bieten gut gemanagte Investmentfonds, mit denen Anleger das Potential von Aktien und anderen Wertpapieren mit überschaubarem Risiko auszunutzen können. Angesichts rund 44.000 weltweit vermarkteter Aktienfonds bieten Sparkassen und Banken ihren Kunden meist ein breites Spektrum bereits geprüfter Produkte unterschiedlichster Anbieter.

Sparplan hilft

Mit regelmäßigen Sparbeträgen können Anleger beispielsweise über Fondssparpläne von Aktiengewinnen partizipieren und gleichzeitig ihr Risiko minimieren. Darüber hinaus sei nach Auskunft von Helge Kühl, Finanz und Vorsorge-Experte aus Neudorf, der Sparplan die perfekte Möglichkeit, schon ab geringen Summen von den Erfahrungen eines professionellen Fondsmanagements zu profitieren. Weil ein Investmentfonds Anteile unterschiedlicher Unternehmen und Branchen im Portfolio hat, sind die Chancen bei einer breiten Streuung groß und das Risiko minimiert.

Lukrative Kursunterschiede

„Je nach Mentalität, Zielen und Vorstellungen sind aber beispielsweise auch Investments in Spezialthemen wie asiatische Nebenwerte, nachhaltige Anlagen oder ausgewählte Branchen möglich“, ergänzt Kühl und unterstreicht: „Zu den wichtigsten Vorteilen einer festen Sparrate zählt ganz klar auch der cost average effect, also der Durchschnittskosteneffekt, weil je nach Börsenkurs zu höheren Kursen wenig und zu niedrigen Kursen entsprechend mehr Anteile gekauft werden.“

Finanzplan vorab

Bei der Frage, welcher Plan für wen geeignet ist, helfen unabhängige Berater ihren Kunden nach intensiver Prüfung der individuellen Lebens- und Finanzsituation. „Hier schauen wir gemeinsam mit den Kunden auf Vorstellungen, Ziele und Wünsche. Entscheidend ist beispielsweise auch, was den Kunden über welchen Zeithorizont wichtig ist, welche Branchen zu ihnen passen und vor allem wie risikobereit sie sind. Je nachdem wie langfristig oder wie offensiv Anleger eingestellt sind, gibt es Aktienfonds für eher sicherheitsorientierte und auch für risikofreudige Anleger“, betont der Experte, „Natürlich sind auch die Ausgabekosten zu berücksichtigen.“

Beliebte Indexfonds

Der Berater ist ein großer Fan der aktuell sehr populären Exchange Traded Funds (ETFs), die als börsengehandelte Indexfonds nicht in konkrete Aktien, sondern in die Entwicklung eines Aktienindexes wie DAX oder MSCI World investieren, der eine große Anzahl von Branchen und Unternehmen abbildet. Helge Kühl unterstreicht die möglichen Konsequenzen bei allen Fonds: „Aktienfonds müssen stets zur Persönlichkeit der Anleger passen und idealerweise breit streuen, wie es bei Indexfonds in der Regel der Fall ist. Wichtig bei allem ist, wie gesagt, die persönliche Situation zu berücksichtigen. Alter und Zeitraum, die allgemeinen Lebensumstände, Familie, Beruf und Vermögenssituation sowie die eigenen Ziele und Wünsche gilt es im Rahmen der Privaten Finanzplanung zu erfassen und zusammen mit den elementaren Lebensrisiken zu überprüfen.“

TIPP! Auch für Fondssparpläne gilt: Hauptsache machen! (weiterlesen >Hauptsache machen!) Bei der Auswahl ‚des’ passenden Fonds helfen professionelle Finanzplaner, neutrale Honorarberater  (>Experten) sowie die Anlageberater bei den Banken und Sparkassen.

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