Der perfekte Plan (2)

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Niedrige Zinsen und hohes Kurspotenzial bei Aktien haben in den zurückliegenden Jahren immer mehr Anlegerinnen und Anleger an die Börse gelockt. Der Kauf von Aktien und Aktienfondsanteilen ist in guten wie schwierigen Zeiten populär und attraktiv. Immerhin rund zwölf Millionen Deutsche waren 2021 nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierte ETFs investiert. Innerhalb des gesamten privaten Finanzhaushaltes stellen Aktien und Aktienfonds trotzdem nur einen kleinen Baustein der zu betrachtenden Punkte dar.

„Angesichts des Niedrigzinsumfeldes geht die Begeisterung für Aktien grundsätzlich in die richtige Richtung. Mit gleichbleibenden Beträgen lässt sich in allen Börsenphasen, beispielsweise im Rahmen eines Aktienfondssparplans, sukzessive und sicher Vermögen bilden“, bestätigt Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland „Trotz aller Euphorie bedeutet ein Sparplan aber nicht, dass die Menschen damit automatisch einen langfristigen Vermögensaufbau verfolgen.“

Zudem sei etwa bei Direktinvestitionen in Aktien zu berücksichtigen, dass sich aufgrund permanenter Kursveränderungen die Zusammensetzung des Portfolios laufend verschiebt – was u.a. zu ungewollten Risiken in Anlegerportfolios führen kann. Tilmes ergänzt: „Wer ein Vermögen aufbauen möchte, hat in der Regel eine Vermögensallokation aus Aktien, Anleihen und möglicherweise weiteren Anlageklassen, die genau zum Anlageziel und zur Risikotragfähigkeit des einzelnen passt. Doch die Kursentwicklung verändert diese Allokation immer wieder, so dass es hinsichtlich der Inventarwerte und selbst innerhalb der Assetklasse ‚Aktien‘ im eigenen Depot zu ungewollten Verschiebungen der Risikoklassen kommen kann.“

Professionelles Rebalancing sollten Anleger daher regelmäßig selbst oder besser noch mit professioneller Unterstützung durchführen. Die Frage ‚Passt meine aktuelle Aktienquote zum Gesamtvermögen?‘, lässt sich etwa im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung durch einen zertifizierten CFP®-Professional beantworten.

Eine strukturierte, professionelle Finanzplanung sowie die sorgfältige Strukturierung des gesamten Vermögens sollte vor jeder Anlageentscheidung stehen und ist für die Gesamtbetrachtung aller Finanz- und Vermögenswerte unabdingbar. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur das liquide Anlagevermögen, also Zinsanlagen, Aktien oder andere Wertpapiere. Zur umfassenden Betrachtung gehören beispielsweise auch Versicherungsanlagen und Immobilien, Ansprüche aus der gesetzlichen oder betrieblichen Altersvorsorge sowie Fremdwährungen.

Ein elementar wichtiger Punkt ist die sehr genaue Vorstellung darüber, wie die persönlichen Rendite- und Risikovorstellungen sowie die individuellen Anlageziele aussehen. „Insbesondere die Risikoneigung der Kundinnen und Kunden ist von herausragender Bedeutung. Hier gibt es häufig Diskrepanzen zwischen der objektiven Wahrheit und der eigenen Einschätzung, ob beispielsweise ein Aktieninvestment überhaupt sinnvoll ist oder nicht“, unterstreicht Tilmes und ergänzt: „Tatsächlich stellen wir im Beratungsalltag immer wieder fest, dass eher vorsichtige Sparer eine zu offensiv ausgerichtete Vermögensstruktur haben, risikofreudige Anleger wiederum häufig zu defensiv aufgestellt sind.“

Die vom FPSB zertifizierten CFP®-Professionell können mit Hilfe modernster Tools eine systematische und gründliche Vermögensstrukturanalyse durchführen und feststellen, ob das Ergebnis zu den individuellen Zielen und der eigenen Risikoneigung passt und wo mögliche Risiken lauern. Zudem werden im Rahmen der Beratung und der Finanzplanung auch steuerliche und rechtliche Aspekte berücksichtigt. „Aufgrund ihrer hervorragenden Aus- und Weiterbildung gelten unsere Professionals als renommierte Experten für Finanzplanung und den langfristigen Vermögensaufbau. Weil sie zudem dazu verpflichtet sind, ausschließlich im Sinne ihrer Kundinnen und Kunden zu handeln, ist sicher gewährleistet, dass Anleger die Vermögensstruktur bekommen, die wirklich optimal zu ihnen passt“, so Tilmes Fazit.

About: Financial Planning Standards Board (FPSB) Deutschland

Das Financial Planning Standards Board Ltd. (FPSB) ist ein globales Netzwerk mit derzeit 27 Mitgliedsländern und über 192.000 Zertifikatsträgern. Das Ziel ist es, den weltweiten Berufsstandard für Financial Planning zu verbreiten und das öffentliche Vertrauen zu fördern. Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. (www.fpsb.de)

In Deutschland sind derzeit über 1.500 Personen durch den FPSB Deutschland zum CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®- oder zum CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER-Zertifikatsträger zugelassen. Zentrale Aufgabe des FPSB Deutschland ist die Zertifizierung von Finanz- und Nachfolgeplanern nach international einheitlich definierten Regeln. Wichtige Gütesiegel sind der CERTIFIED FINANCIAL PLANNER®-Professional, der CERTIFIED FOUNDATION AND ESTATE PLANNER®-Professional, der EFPA European Financial Advisor® EFA und der CGA® CERTIFIED GENERATIONS ADVISOR.

Der FPSB Deutschland hat den Anspruch, Standards zur Methodik der ganzheitlichen Finanzberatung zu setzen und darüber hinaus die Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung zu lancieren. Dafür arbeitet der FPSB eng mit den Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, Wissenschaft und Forschung, Verbraucherschützern, Presse und interessierter Öffentlichkeit sowie Finanzdienstleistern und freien Berufen zusammen. Ein öffentlich zugängliches Register überwacht die ordnungsmäßige, integre und ethisch einwandfreie Berufsausübung, fördert die Aufklärung der Verbraucher und ist zudem wichtigste Anlaufstation für die Öffentlichkeit bei oben genannten Themen.

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